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Modalitäten für den Erhalt und die Unterzeichnung

Um das Label der SuperDrecksKëscht® fir Betriber zu erhalten, muss der Auftraggeber, das heißt der Bauleiter, der Bauherr oder der Betreiber des Sortierzentrums auf der Baustelle, eine Rahmenvereinbarung mit der SuperDrecksKëscht® unterschreiben. Wenn der Auftraggeber, der die Rahmenvereinbarung unterzeichnet hat, das Konzept der SuperDrecksKëscht® fir Betriber einhält, kann er nach drei (3) Monaten ab Datum der Unterzeichung der Vereinbarung das Label der SuperDrecksKëscht® fir Betriber führen und es zu Werbezwecken benutzen.

Wofür steht das Qualitätslabel?

Das Label steht für eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung der Abfälle auf der Baustelle.

Kriterien für den Erhalt des Labels

Es sind die gleichen wie für das Qualitätslabel der SuperDrecksKëscht® fir Betriber, das den Betrieben verliehen wird, das heißt :

1. Motivation aller Teilnehmer

Das vorliegende Baustellenkonzept ist nur dann wirklich wirksam, wenn es gut bekannt ist. Eine Person, die die Sortierungsgrundsätze nicht beachtet, „verschmutzt“ den gesamten Inhalt und macht somit die Arbeit der anderen zunichte. Es gilt der Grundsatz, dass alle Personen, die Abfälle sortieren, über die gleichen Informationen verfügen müssen, um einen Abfall in den richtigen Container zu sortieren. Die Bauleitung sollte auf den Informationsaustausch achten und eventuell notwendige Ausbildungen durchführen oder organisieren. Nur so kann gewährleistet werden, dass alle Akteure zur Abfallwirtschaft auf der Baustelle beitragen können.

2. Maßnahmen zur Abfallvermeidung

Abfallvermeidung im Rahmen der Planung

Eine echte Vermeidung kann nur vor Beginn der Arbeit, dass heißt bei der Planung des Bauwerks erfolgen. Der Leitfaden für nachhaltige Bau- und Renovierungsarbeiten, den der CRTI-B/CRTE erstellt hat, umfasst nützliche Informationen bereits bei der Planung des Bauwerks. Sie finden den Leitfaden für nachhaltige Bau- und Renovierungsarbeiten auf der Internet-Seite des CRTI-B/CRTE. (Link: www.crtib.lu/Leitfaden )

Abfallvermeidung bei der Durchführung der Arbeiten

Bei der Durchführung der Arbeiten ist es nicht möglich, Abfälle vollständig zu vermeiden. Dennoch kann man die Abfallmengen durch bestimmte organisatorische Maßnahmen deutlich verringern. Dafür hat die SuperDrecksKëscht® einen Leitfaden über Abfallvermeidungsmaßnahmen zur Organisation und Ausführung der Baustellen erstellt.

3. Sichtbare und zugängliche Sammelbehälter

4. Sichere und ökologische Lagerung

5. Sortenreine Sammlung der Abfälle

Das Gesetz vom 17. Juni 1994 über die Abfallvermeidung und –wirtschaft schreibt vor, dass alle Abfällen getrennt gesammelt werden müssen. Dafür muss bereits bei Beginn der Baustelle der Handwerksbetrieb beraten werden und ein Abfallwirtschaftsplan nach dem Baustellenkonzept der SuperDrecksKëscht® fir Betriber erstellt werden. Die Sammelbehälter müssen je nach Art und Menge der zu lagernden Abfälle bemessen werden. Wenn man die Mengen pro Abfallart ermittelt, kann man die Sortierung, die Größe der Container und die Häufigkeit der Abholung optimieren. Durch Quantifizierung der Art und der Mengen an Abfällen kann man ebenfalls die Preise für die Entsorgung und die Vermietung der Container vergleichen, um das interessanteste Angebot auszusuchen. Zur Ermittlung der verschiedenen Abfallarten und der Mengen an Abfällen auf einer Baustelle hat die SuperDrecksKëscht® das Rechenprogramm OYAT erarbeitet.

6. Transparente und hochwertige Abfallverwertung und -entsorgung

Um die Rückverfolgbarkeit der auf den Baustellen erzeugten Abfälle zu gewährleisten, können zwei Szenarien vorgesehen werden:

a. Die teilnehmenden Betriebe bewirtschaften ihre eigenen Abfälle:

In diesem Fall müssen sie dem Bauherrn beziehungsweise dem Bauleiter Nachweise über die Entsorgung ihrer Abfälle vorlegen. Um die Abfälle zu vermeiden und zu verringern, muss die Verantwortung des beauftragten Handwerksbetriebes auf die Entsorgung seiner Abfälle erweitert werden. Die beste Methode besteht darin, die erwarteteten Abfälle in das Leistungsverzeichnis zu integrieren. Der Handwerksbetrieb muss dann einen Preis für die Entsorgung der verschiedenen angegebenen Abfälle eintragen und dem Bauherrn die Namen der Sammelbetriebe für die verschiedenen Abfälle nennen. Diese Sammelbetriebe müssen vom Umweltamt zugelassen werden.

b. Die Baustelle verfügt über eine zentrale Sammelstelle

Dies setzt jedoch voraus, dass auf der Baustelle genügend Platz vorhanden ist, um eine zentrale Sammelstelle oder mehrere dezentrale Sammelstellen einzurichten. Die Sammelstellen müssen zumindest während der Öffnungszeiten überwacht werden. Es ist auch notwendig, die Handwerksbetriebe zur Ablage ihrer Abfälle auf der (den) Sammelstelle(n) zu zwingen. Es darf keine Ausnahme geben.

7. Ökologische Abfallwirtschaft

Erteilung des Labels

Wenn der Auftraggeber, der eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet hat, das Konzept der SuperDrecksKëscht® fir Betriber einhält, kann er nach drei (3) Monaten ab Datum der Unterzeichnung der Vereinbarung das Label der SuperDrecksKëscht® fir Betriber führen und es zu Werbezwecken nutzen. Das Label wird dem Betrieb durch das Umweltamt und die Handwerkskammer verliehen.

Verlängerung des Labels
  • Die Kriterien werden alle 4 Monate überprüft
  • Nach 8 Monaten erfolgt die Überprüfung nur noch alle 8 Monate
  • Entzug des Labels bei Nicht Beachtung der Vorgaben
Am Ende der Baustelle

Wenn die Rahmenvereinbarung zwischen der SuperDrecksKëscht® und dem Bauleiter beziehungsweise dem Bauherrn abgeschlossen wurde, kann für das Gebäude bei Inbetriebnahme ein Diplom von Seiten der SuperDrecksKëscht® ausgestellt werden, in dem die ordnungsgemäße Bewirtschaftung der Abfälle während des Baus des Gebäudes bescheinigt wird. Wurde die Vereinbarung zwischen der SuperDrecksKëscht® und dem Betreiber des Sortierzentrums auf der Baustelle abgeschlossen, kann dieser die Bewirtschaftung eines labelprämierten Sortierzentrums zu Werbezwecken nutzen.

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